Über Preise, Spende & Grosszügigkeit...

 Immer wieder werde ich gefragt, wieso ich offene Preise habe. In unserer heutigen Zeit hat alles seinen fixen Preis, kennst du ihn, kannst du entscheiden, ob es dir das wert ist oder nicht - ganz einfach, oder?

 

Der Grund, wieso ich mich für diese Preiskultur entschieden habe, ist nicht rationaler Art, denn: Es fühlt sich einfach richtig an. Ich spüre Weite, Offenheit, Leichtigkeit & Licht, wenn ich daran denke. Diesem Gefühl bin ich gefolgt.

 

Als ich in einem buddhistischen Stille-Retreat war, bekam dieses Gefühl einen Namen: Dana. 

In Asien ist es Tradition, die Belehrungen des Buddhas unentgeltlich weiterzugeben. Den Mönchen & Nonnen werden im Gegenzug Essen, Unterkunft & andere Lebensnotwendigkeiten zur Verfügung gestellt. Grosszügigkeit von beiden Seiten.

 

Bei mir ist es ähnlich & doch anders: Ich nutze das Geld, um meine Miete zu bezahlen, mich zu nähren & mir auch immer wieder mal etwas zu kaufen, was eindeutig über das Lebensnotwendige hinausgeht ;-)

 

Ich persönlich finde es spannend, was der offene Preis mit uns macht. Auch ich selbst erlebe es, wenn ich Retreats mit Dana besuche: Ist das zu viel? Ist das zu wenig? Bin ich geizig? Übertreibe ich es? 

Ich werde mit mir selbst konfrontiert & erlebe mich immer wieder neu in meiner Art zu geben. Erlebst du das auch?